Aprikosen-Aioli

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Ohohoh, dieses kleine Schätzchen hängt schon seit einer ganzen Weile im Leerraum zwischen Entstehung und Post. Ich hatte es fast vergessen. Witzigerweise passt das aber sehr gut zu der Entstehung dieser Frucht-Mayo. Aber von Anfang an:
Vor einer Weile bin ich dazu übergegangen weniger Fleisch zu essen. Das ist ja nun so auch nichts ungewöhnliches. Allerdings hat es mich auch dazu bewogen nach Zeitschriften und Magazinen zu suchen, die gezielt vegetarische Gerichte beinhalten. Ha, leichter gesagt als getan. Nachdem ich die vegetarische Ausgabe des Chefkoch-Sonderhefts durch hatte (übrigens doch empfehlenswert), wurde es schon eng. Man findet tatsächlich jede Menge Magazine für vegane Ernährung, aber einfach nur vegetarisches ist überraschend schwierig. Also, es ist nicht so, dass vegane Küche meiner Idee weniger Fleisch zu essen im Wege stehen würde, klar, vegan kochen, warum nicht, aber ich habe nicht das Bedürfnis nach besonders ausgefallenen Rezepten, innovativen Super-Foods, Ersatzprodukten und dem Gefühl die Welt zu verändern, wenn ich meine Ernährung umstelle. Ich würde gerne einfach nur weniger Fleisch essen, ganz unaufgeregt und unspektakulär.
Wie auch immer, ich griff also nach langem Hadern zum Veggie Journal, das nach eigener Aussage alle Rezepte mit „veganer Variante“ anbietet, woraus ich schloss, dass die Rezepte also vegetarisch sein. Mir war nicht so ganz bewusst, dass es auch ein Lifestyle Magazin ist. Tja, also, den redaktionellen Teil kommentiere ich jetzt mal nicht weiter,  außer dass das Phrasenschwein mal wieder ordentlich gedroschen wird. Aber die Rezepte können was! Und dafür hatte ich es ja nun auch gekauft. Puh, kein kompletter Fehlgriff 😀

Die Aprikosen-Aioli hat sich in einem ganzen Aprikosenspecial versteckt und bedarf einiger weniger Zutaten:

  • 100 ml Olivenöl
  • 4 Aprikosen
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Eigelb
  • 1TL scharfer Senf
  • 1 Spritzer Zitrone
  • Salz

Zu erst werden die Aprikosen mit kochendem Wasser übergossen und abgeschreckt, damit sie sich im nächsten Schritt dann gut häuten lassen. Danach werden sie entkernt und das Fruchtfleisch fein prüriert.
Der Knoblauch wird geschält und in eine Schüssel gepresst dazu werden das Aprikosenpüree, das Eigelb und der Senf gegeben und alles glattgerührt. Das Öl wird dann ganz langsam, also erst tröpfchenweise, später schneller mit der Masse verrührt. Das Öl sollte immer erst ganz verrührt sein bevor neues dazugegeben wird.
Abschließend alles mit Zitrone und Salz abschmecken.

So, und dann hatte ich das gemacht, voller Eifer probiert und es hat fürchterlich geschmeckt! So ein Mist. Da gibt man sich so eine Mühe und dann schmeckt das nicht mal. Aber grade weil ich mir so viel Mühe gegeben hatte, wollte ich den Dip auch nicht direkt wegkippen. Ich habe ihn also abgefüllt und in den Kühlschrank gestellt um mir später damit zu überlegen was ich damit mache. Und da stand er nun, und stand ein paar Tage, bis ich ihn wieder in die Hand nahm und noch einmal probierte und siehe da! Es schmeckte ausgezeichnet! Ich habe nicht die geringste Ahnung wie das kommt, aber es war wunderbar! Bei mir gab es den Aprikosen-Dip dann auf Avocado-Häppchen, im Originalrezept wird er zu Kartoffeln gereicht.

Und so schließt sich der Kreis, warum es eigentlich gar nicht so schlimm ist, wenn man manches hin und wieder mal eine Weile liegen lässt. Am Ende kommt vielleicht etwas viel besseres dabei heraus. Ende. 😀

 

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