Paris au sucre part deux

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Jetzt wird es aber mal aller höchste Zeit, dass ich endlich mal den 2. Teil meiner Testreihe online stelle. Ich bin jetzt seit 2 Monaten wieder zurück in Deutschland und das halbe Jahr Paris ist irgendwie in den Hintergrund gerückt. Aber jetzt sehe ich die Bilder wieder und bekomme direkt Schmacht nach buntem und sehr süßem Kleingebäck.

Auf dem ersten Bild sieht man auch direkt schon vier absolute Klassiker der französischen Patisserie. Die Tarte au Caramel und die Tarte aux Fraises braucht vermutlich keine Erklärung. Außer, dass die kleine Schokokugel auf der Carameltarte noch mit einem zuckersüßen und ganz luftigem Schokomousse gefüllt ist. Höhö, so viel Zucker.

Der kleine gugelhupfartige Kuchen oben links ist da schon spannender. Es ist ein sogenanntes Cannelé, die ursprünglich aus Bordeaux stammen.  Angeblich gab es im mittelalterlichen Bordeaux einen enormen Überschuss an Eigelb, weil die Eiweiße zum Kären des Rotweins verwendet wurden. Tjoa und da Bordeaux außerdem auch noch eine Hafenstadt war und wie alle Hafenstädte jede Menge Piraten anlockte und die alle Rum tranken dachte man sich: „Lass uns einen Kuchen aus Eigelb, Rum und Zucker machen“. Muss man jetzt sehen, inwiefern das ne gute Idee war. Die Cannelés haben eine ganz absonderliche zähe Konsistenz 😀

Wie man an den Bildern schon sehen kann, ist der 2. Teil meiner Verkostung nach drinnen gewandert, denn es wurde Winter. Darum ist auch das Gebäck winterlicher geworden. Auf dem nächsten Bild oben links sieht man zum Beispiel die Mini-Version der traditionellen französischen Weihnachtstorte, der Bûche de Noël. Das ist eine Biskuitrolle gefüllt und ummantelt mit einer SEHR reichhaltigen Buttercreme, die dann wahlweise nach Schokolade oder Kaffee schmeckt. Direkt übersetzt heißt Bûche de Noël Weihnachtsholzscheit und es wird versucht das Gebäck so gut wie möglich nach einem Stück Holz aussehen zu lassen. Bei den großen Exemplaren sehr viel mehr, auch gerne mit Marzipanpilzen, Stechpalmenblättern usw., denn es war wohl Tradition an Weihnachten einen Weinachtsscheit im Ofen zu verbrennen. Aber jetzt haben wir alle Zentralheizungen und da musste der clevere Franzose sich was neues einfallen lassen.

ausucre2 Und wie immer sind die einfachen Sachen fast die besten. Das Gebäck unter dem Bûche de Noël besteht aus Mandeln und Rosinen und ist im Grunde ein dicker Keks, der in Streifen geschnitten wird. Ich habe mir von dem netten Menschen in der Boulangerie sagen lassen wie es heißt, es aber leider wieder vergessen, aber es ist perfekt zu einer winterlichen Tasse Tee. Genauso ist es mit der Tarte fine, weiter unten links auf dem Bild. Es sieht nicht großartig nach was aus, aber schmeckt fruchtig und winterlich mit einem hauchdünnen Teig. Ich fand sie so gut, dass ich sie sogar meinem Vater, als er zu Besuch war, als wärmste Empfehlung aufgequatscht habe.

Was ich außerdem noch sehr sehr empfehlen kann ist die Tarte au Chocolat (2. Bild, oben rechts). Sie ist so wahnsinnig cremig-schokoladig. Nicht zu süß, aber auch nicht zu bitter, wie dunke Schokolade ja manchmal ist, sondern einfach eine perfekte Ganache. nach so knapp einem Drittel der untertassengroßen Tarte war ich schon pappensatt, aber ich habe den ganzen Tag noch immer wieder ein Stück gegessen bis alles weg war. Ich muss und werde (!) lernen wie man so eine Tarte au Chocolat herstellt. Sie ist einfach ultimativ!

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So und damit jetzt nicht irgendwelche Teilchen unbenannt bleiben, hier noch was noch auf den Bilder zu sehen ist: ein Mille-Feuille caramel, zwei petits Éclairs au Chocolat, ein Mini-Frasier, ein Paris-Brest und einem Himbeertörtchen. Was jetzt was ist, müsst ihr raten 😀

Und jetzt zum Schluss noch das Gebäck, auf das ich heute so großen Appetit hatte, dass ich diesen Eintrag über französische Backwaren geschrieben habe. Das Gebäck, das die Franzosen bis ins letzte perfektioniert haben, das ich quasi jeden Tag ofenfrisch aus der Boulangerie geholt habe und das es geschafft hat, dass ich überhaupt auf einmal Süßgebäck zum Frühstück mag. Tatataaaaaa: Pain au Chocolat!

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